Der Lehrer, oder einige Worte in eigener Sache

Eigentlich müßte hier stehen, dass ich schon als Knirps mit Kochlöffeln auf alle Töpfe gehauen habe, bis meine Eltern mir ein Schlagzeug gekauft haben. Aber so war es nicht... . Ich habe eigentlich relativ spät mit dem Schlagzeugspielen angefangen. Damals war ich 12. Heute bin ich über 30 Jahre alt und die Faszination am Trommeln hat mich bis heute nicht mehr losgelassen.


Meine Grundausbildung hatte ich bei Gilbey Karno, einem der sehr guten Lehrer und noch besserem Freund. Bei ihm hatte ich bis zu seinem viel zu frühen Tod 10 Jahre Unterricht. Wenn er noch leben würde, wäre ich noch heute bei ihm...

Meine Ausbildung habe ich dann in London am Drumtech fortgesetzt. Dort war ich neben den normalen Kursen unter anderem Privatschüler von Francis Seriau (Leiter und Gründer der Schule). Von diesem habe ich viel über Groove, Timefeeling und emotionalen Ausdruck gelernt. Sein Leitspruch war "give every note it's full value". Darum hat er mich auch nach der ersten Stunde nicht in eine Übungskabine geschickt, sondern in den Park (Stanley Greens, falls Ihr mal in der Nähe seid...) gegenüber der Schule mit der Aufgabe erstmal über ein Paar Grooves nachzudenken, bevor ich versuche sie zu spielen. Die Stunden mit Francis haben mir damals in vielen Dingen die Augen geöffnet. Vielen Dank Francis!!

Zusätzlich hatte ich damals Privatunterricht bei Justin Scott, der jetzt der Head of Drums am Institute of Contemporary Music, London, ist. Von ihm habe ich vieles über die technische Seite des Drumming gelernt, zumindest das was Gilbey mir noch nicht begebracht hatte... . Justin hat mir unter anderem die Methoden Gary Chaffees erklärt, dessen Schüler er war. Sein Leitspruch war immer "there are so many ways to manipulate a stick", aber mir hat er viel über die Moeller Technik begebracht.

Auch der Privatunterricht bei Philippe Castermane hat großen Einfluß auf mich gehabt.  In seinen Stunden ging es um Jazz. Er hat mir die "Deadwrist" Technik gezeigt und mich zum musikalischen Spielen aufgefordert... .

Ich hatte viel Glück mit meinen Privatlehrern. Ich verdanke ihnen allen sehr viel. Wegen diesen guten Erfahrungen, die ich selbst sammeln konnte, bin ich überzeugt, dass es der beste Weg ist Privatunterricht zu nehmen, um Schlagzeugspielen zu lernen.

Seit einigen Jahren gebe ich nun meine Erfahrung an meine Schüler weiter, und ich habe es nie bereut, mich für diesen Weg entschieden zu haben.  Und das obwohl ich auch noch eine Alternative hatte.

Neben meiner Ausbildung zum Schlagzeuger habe ich noch ein Universitätsdiplom in Volkswirtschaft. Ich habe an der Universität schon in diesem Fach unterrichtet, aber mir liegt einfach mehr an der Musik und dem Privatunterricht... . (Sorry Herr Maußner, aber vielen Dank für all die Chancen und den Glauben an mich.)

Musikalisch habe ich mich nie festlegen lassen. Ich habe schon in Bands fast aller Genres gespielt. Da war wirklich einiges dabei. Von Funk bis Alternative, von Heavy bis Jazz. Zur Zeit spiele ich in einem Jazz Quartet und einer Soul Cover Band.

Aber trotz allem das Wichtigste in meinem Leben sind meine zwei Kinder Benjamin und Christopher und meine Frau Angela.

Clauspeter Marker